Der reisende Barde Baldemar
und der Baum des grünen Drachen


Hier mein 1. Beitrag zu einen Vierlanden-Wettbewerb.
Den Klickyweltern hat sie gefallen, meine Geschichte hat die 10. Herausforderung gewonnen. :-)

Die Herausforderung lautete: Konflikte (zwischen den Ländern)- max. 12. Bilder waren erlaubt.


Der Barde Baldemar aus den nordlichen Landen machte sich mit seinen getreuen Diener Dankward auf zu großer Reise durch Vierlanden. Baldemar möchte unterwegs viele neue, großartige und unglaubliche Geschichten hören und sammeln, um sie dann zurück in seiner Heimat zu erzählen und ein berühmter Barde werden.

Seine Suche nach neuen Geschichten führt Baldemar und seinen Diener zuerst in die Westlande.

Foto: Baldemar und sein Diener reisen durch den Wald

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Auf dem Weg von den Nordlanden nach Westland müssen Baldemar und Dankward die undurchdringlichen Wälder durchqueren, die die Grenze zwischen dem Nordland und dem Westland bilden.
Baldemar und sein Diener waren nun schon ein paar Tage unterwegs und sind mittlerweile gut zu Fuß. Sie hatten gehofft, noch vor dem Abend den Wald hinter sich gelassen zu haben und in der Herberge „Zum grünen Drachen“ am Waldrand übernachten zu können.

Foto Die Herberge zu grünen Drache - der Wirt bedient einen Gast

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Doch in dem dichten unwegsamen Wald, wo die Wege teils nur aus schmalen Pfaden oder Wildwechseln bestehen, waren Baldemar und sein Diener Dankward unbemerkt vom Weg abgekommen und hatten sich verlaufen.
Als die Dunkelheit immer näher rückt und weit und breit kein Ende des Waldes in Sicht ist, beschließt Baldemar an einer Quelle zu rasten und die Nacht dort zu verbringen. Immerhin hätten sie dort frisches Wasser und unter den gewaltigen Bäumen ließ sich unter dem Baldachin der grünen Blätter sicherlich gut schlafen.
„Lass uns hier die Nacht verbringen“ sagt Baldemar zu seinem Diener, „ich glaube nicht, dass wir diese Herberge heute Abend noch erreichen! Und überhaupt, was ist das für ein seltsamer Name für eine Herberge „Grüner Drache“ – JEDER weiß doch, dass ist in den Westlanden keine Drachen gibt!“

Foto Baldemar und sein Diener nachen Rast an einer Quelle auf einer Waldlichtung

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Baldemar läßt sich müde an der Quelle nieder um etwas zu trinken und schickt seinen Diener los um Holz für ein Feuer zu holen, damit die beiden sich eine warme Mahlzeit zubereiten können und eine Wärmequelle für die kalte Nacht haben.

Foto Baldemar trinkt an der Quelle während sein Diener Feuerholz sammelt

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Dankward schaut sich im Wald um und kennt die fremdartigen Bäume um ihn herum nicht.
„Was soll´s“, denkt er sich, „Holz brennt immer“, schlägt ein paar trockene Äste von einem der Bäume ab, sammelt das Holz ein und kehrt zurück zu ihrer Lagerstatt.
Baldemar hilft ihm beim Aufstellen der Holzscheite und entzündet das Feuer mit seinem Feuerstein. Doch statt langsam anzubrennen, entzündet sich der ganze Holzstoß mit einem riesigen Flammenstoß und in den Flammen erscheint ein Geist.

Foto In dem Flammen des Lagerfeuers erscheint ein Geist

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Der Feuergeist zischt: „Sterbliche, was habt ihr getan, Sterbliche, oh ihr Frevler, ich habe ihn gerufen - sie wissen es nun und kommen euch holen – DAS GEHEIMNIS MUSS BEWAHRT BLEIBEN!“ und dann verzehrt sich das Feuer selbst und nur ein Häufchen Asche bleibt zurück.
Geschockt schauen Baldemar und Dankward sich an. „Was war das denn?“ quiekt Baldemar ganz unmännlich vor lauter Schreck. „Ich weiß es nicht, Herr, aber wir sollten hier verschwinden, bei allem Respekt Herr“ antwortet ihm Dankward. „Aber ist schon fast dunkel“ erwidert Baldemar. „Die Dunkelheit ist sicher nicht schlimmer als das, wovon der Geist gesprochen hat. Wir sollten WIRKLICH von hier verschwinden Herr“ sagt der Diener wieder.
„Zu spät“ dröhnt eine Stimme hinter ihnen und dann werden sie von einem Zauber erfasst, zu Boden geworfen und verlieren das Bewusstsein.

Foto  Baldemar und sein Diener fallen vom einem Zauber getroffen zu Boden

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Als Baldemar und Dankward wieder zu sich kommen, ist der nächste Morgen schon angebrochen. Sie sind nicht mehr allein, der Zauberer hatte die Jäger der Wälder des Westlands gerufen und diese waren im Laufe der Nacht eingetroffen.  

Foto Die Jäger des Waldes umringen Baldemar und seinen Diener

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Als der Zauberer bemerkt, dass die Beiden wieder wach sind, tobt er los: „Wie konntet ihr es wagen, wie konntet ihr diese Unaussprechlichkeit wagen!!! Dieses Heiligtum so zu missbrauchen, das Heiligste was es hier in den Wäldern gibt – dieser Frevel ist unverzeihlich! Wie konntet ihr nur??“
Baldemar schaut zu seinem Diener hinüber, der ihn genauso ratlos anschaut. „Aber was haben wir den getan? Verzeiht, aber wir wissen wirklich nicht, was wir falsch gemacht haben, hätten wir an dieser Quelle nicht rasten dürfen?“
„Quelle, pah“ murmelt einer der Jäger in seinen Bart.
„Es geht nicht um die Quelle“ dröhnt der Zauberer wieder, „es geht um den Baum, dessen Holz ihr verbrannt habt! Verbrannt!!!“
Baldemar schaut wieder ratlos zu Dankward hinüber. „Aber...“ versucht er sich zu rechtfertigen, aber der Zauberer fällt ihm ins Wort.
„Kein Aber, keine Entschuldigung! Diese Bäume hier sind heilig für die Jäger des Waldes und wichtig für das Überleben des Waldes selber!“
„Aber wieso?“ fragt Baldemar. „Könnt ihr uns denn nicht sagen, was diese Bäume so besonders macht?“
Der Zauberer ist immer noch so aufgebracht, dass er laut herausbrüllt: „In diesen Bäumen nistet der grüne Drache des Waldes!“ Erst die entsetzen Blicke der Jäger lassen ihn merken, dass er gerade das große Geheimnis verraten hat. Der Zauberer seufzt resigniert.
„Nun, jetzt spielt es auch keine Rolle mehr..“ überlegt der Zauberer.
Er erzählt: „Alle fünfhundert Jahre kommt der grüne Drache des Waldes zu den Bäumen hier auf dieser Lichtung. Er nistet hier und legt ein Ei.

Foto Auf der Waldlichtung an der Quelle nistet der grüne Drache

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Nachdem er das Ei gelegt hat, legt er sich zum Sterben neben die Bäume seiner Vorfahren, und aus seinen sterblichen Überresten wächst der nächste Baum. Wenn der neue Drache geschlüpft ist, lehren ihn die Bäume seiner Vorfahren alles was er wissen muss, bis er dann flügge ist und der neue Beschützer dieses Waldes wird.

Foto Der alte Drache ist verstorben der Jungdrache ist geschlüpft

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Der Drache schützt den Wald, die Bäume und die Tiere, er ist das Leben dieses Waldes. Der Wald und der grüne Drache sind untrennbar miteinander verbunden. Als Gegenleistung für das Gedeihen des Waldes beschützen die Jäger diese Bäume und holzen sie nicht ab, obwohl derer Holz über ganz besondere Zauberkräfte verfügt.  In fünfhundert Jahren wird dann der Drache wieder auf diese Lichtung zurückkehren – und so beginnt der Kreislauf wieder von vorne.“

Einer der Jäger tritt vor: „Was machen wir nun mit denen? Er ist ein Barde und Geschichtenerzähler, das Geheimnis des grünen Drachen ist bei ihm nicht sicher – wir müssen sie töten!“
Baldemar und Dankward werden ganz starr vor Entsetzen.
Ein anderer Jäger tritt vor: „Selbst wenn wir sie töten, unserer Geheimnis wird immer schwerer zu bewahren, jetzt wo mehr und mehr Nordländer die Grenze überqueren und durch den Wald reisen. Außerdem ziehen sich die Bären immer tiefer in den Wald zurück und die Nordländer dringen auf der Jagd nach ihren Pelzen immer tiefer in unseren Wald ein. Ich sage, wir müssen diese Grenze dichtmachen und den Nordländern verbieten, unseren Wald zu betreten!“
Daraufhin bricht unter den Jägern eine lautstarke Diskussion los, denn nicht alle sind der Meinung, dass dies die beste Möglichkeit sein soll, um das Problem auf Dauer zu lösen.
Dem Zauberer wird es nun zu bunt und er stößt einen schrillen Pfiff aus und die Jäger beruhigen sich langsam wieder.
„Wir werden sie töten, um das Geheimnis zu wahren“, sagt der Zauberer, „und dann reise ich zu unserem König und rede mit ihm. Unser König kennt das Geheimnis des Drachen und er wird einsehen, dass ein Weg gefunden werden muss, die Bäume und den Drachen vor Entdeckung zu schützen! “
„Die Grenze dicht zu machen wird den Nordländern nicht gefallen, das könnte einen Krieg auslösen“ begehrt Baldemar auf. „Bitte laßt uns am Leben, ich könnte zu meinem König reisen und mit ihm reden, er wird sicher verstehen, dass das Geheimnis bewahrt werden muss. Wir können doch bestimmt eine Lösung finden – BITTE!!“
„Wenn es der König des Nordlandes weiß, haben wir das Geheimnis nicht bewahrt – die Nordländer dürfen nichts von den Bäumen und dem grünen Drachen erfahren…. Tut mir leid“ fügt er noch hinzu. Zwei der Jäger, die hinter Baldemar und Dankward standen, töten die beiden nun hinterrücks.

Foto Baldemar und sein Diener werden von den Jägern ermordet

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Der Zauberer seufzt traurig und sagt zu den Jägern: „Vergrabt ihre Leichen tief im Wald. Ich werde mich auf den Weg zu unserem König machen und dann müssen wir überlegen, wie wir verhindern können, dass mehr und mehr Nordländer überall einfach so unseren Wald betreten. Ich weiß auch keine Lösung, wie das Geheimnis dieser Bäume sonst bewahrt werden könnte.“

Foto Die Jäger vergraben die Leichen und der Zauberer macht sich auf den Weg zum König

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Dies war der Ende der Geschichte des Barden Baldemar und seines Dieners Dankward, sollte aber der Beginn einer ganz anderen Geschichte sein, die das Verhältnis zwischen dem Westland und dem Nordland vielleicht für immer verändern würde.

Foto Der grüne Drache umringt von den Tieren des Waldes

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Neu im Oktober 2017: Mensch und Tier in Vierlanden.

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